FG Rheinland-Pfalz: Nachweis einer Behinderung für Kindergeldanspruch ist nach einer Gesamtwürdigung der Aktenunterlagen vorzunehmen

Volljährige Kinder sind beim Kindergeld gem. § 63 Abs. 1 Satz 2 EStG in Verbindung mit § 32 Abs. 1 Nr. 3 EStG beim Kindergeld zu berücksichtigen, wenn die Kinder wegen kör­perlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unter­halten/ernähren. Ob die Antragsteller die erforderlichen Nachweise zum Weiterbezug des Kinder­geldes erbracht haben, muss die Familienkasse aus den in der Kindergeldakte enthaltenen Unterlagen im Rahmen einer Gesamtwürdigung berücksichtigen. So hat es das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in seinem Urteil vom 03.01.2011 (Az. 5 K 1345/09) entschieden. In dem entschiedenen Fall wurde durch die Familienkasse sowohl ein ärztlicher Befundbericht als auch ein Rentenbescheid nicht beachtet. Wäre dieses geschehen, so wäre den Klägern Kindergeld bereits vorab zugesprochen worden.

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