BFH: Aufwendungen für Therapie als außergewöhnliche Belastung abziehbar

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine Abkehr seiner bisherigen Rechtsprechung vorgenommen. Das Gericht hat dabei eine steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung nach § 33 Abs. 1 EStG für Aufwendungen für eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie anerkannt. Damit hat das Gericht in seinem Urteil am 01.12.2010 veröffentlichten Urteil (Az. VI R 11/09) nun auch die Kosten für eine objektiv nicht zur Heilung oder Linderung geeigneten Behandlungsmethode für absetzbar erklärt, wenn eine Erkrankung mit einer nur noch begrenzten Lebenserwartung besteht und eine kurative Behandlung ebenfalls keine hinreichende Heilungs- oder Linderungschance mehr verspricht. Dies gelte dann gar, wenn sich der Erkrankte für keine klassische schulmedizinische oder anerkannte naturheilkundliche Heilungsmethode entscheidet.

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